Endergebnis: 2:15 (1:3 / 1:8 / 0:4)
Das Eishockeyspiel zwischen den CTD Essener Haien und den Eisbären Wesel bot am Abend alles, was das Sportlerherz begehrt: einen explosiven Start, ein dominantes Mitteldrittel und ein von Strafzeiten geprägtes Finale.
Am Ende siegten die Eisbären deutlich mit 15:2, doch das Ergebnis spiegelt nicht den spannenden Beginn wider.
Starker Auftakt der Eisbären – Essen verkürzt
Die Eisbären Wesel erwischten einen Traumstart. Mit hohem Tempo, frühem Forechecking und konsequentem Abschluss gingen sie bereits in den ersten Minuten mit zwei Toren in Führung.
Essen zeigte sich jedoch keineswegs beeindruckt. Die Haie kamen immer wieder gefährlich vor das Weseler Tor und belohnten sich schließlich mit dem verdienten Anschlusstreffer zum 2:1.
Das erste Drittel endete mit 3:1 für Wesel, ließ aber erkennen, dass Essen durchaus in der Lage war, den Favoriten unter Druck zu setzen.
Zweites Drittel: Eisbären im Rausch
Im zweiten Spielabschnitt dann ein völlig anderes Bild: Die Eisbären Wesel übernahmen die volle Kontrolle und spielten sich in einen wahren Rausch. Angriff um Angriff rollte auf das Essener Tor zu, während die Haie kaum noch aus der eigenen Zone kamen. Das Drittel endete spektakulär mit 11:2 – und besonders bemerkenswert: Wesel erzielte gleich vier Treffer in Unterzahl. Eine Demonstration von Effektivität, Geschwindigkeit und Kaltschnäuzigkeit.
Drittes Drittel: Von Strafen geprägt
Das letzte Drittel stand weniger im Zeichen des sportlichen Wettbewerbs, sondern vor allem im Fokus der Schiedsrichter. Auf beiden Seiten kam es zu zahlreichen Nickligkeiten, die zu vielen Unterbrechungen und Strafzeiten führten. Die Essener Haie mussten dabei besonders einstecken: Eine Disziplinarstrafe sowie zwei Spieldauerdisziplinarstrafen sorgten für weitere Unruhe auf dem Eis.
Trotz des zerfahrenen Spielverlaufs behielten die Eisbären Wesel die Kontrolle. Sie ließen nichts mehr anbrennen, nutzten ihre Chancen konsequent und sicherten sich am Ende mit einem klaren 15:2-Sieg die Punkte in Essen.
Fazit
Was als spannender Schlagabtausch begann, entwickelte sich letztlich zu einem deutlichen Erfolg für die Eisbären Wesel. Essen startete stark und mutig, doch Wesel zeigte ab dem zweiten Drittel eine beeindruckende Demonstration seiner Offensivkraft. Die vielen Strafzeiten im Schlussdrittel verhinderten einen echten Spielfluss, änderten jedoch nichts am verdienten Auswärtssieg der Eisbären. Wesel schob sich mit dem Sieg auf Tabellenplatz 2 vor und liegt in Schlagdistanz zum bislang ebenfalls verlustpunktfreien Tabellenführer Phönix Duisburg.
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Tore / Vorlagen:
Menzel (4/3), Spazier (1/4), Glojnaric (3/0), D. Schott (2/1), Vollbrecht (1/3), M. Schott (1/2), Baldys (1/3), Schlabes (1/0), Berger (1/0), Enseleit (0/1)
Strafzeiten:
Essen: 33+40 Minuten
Wesel: 16 Minuten
