Phönix Duisburg – Eisbären Wesel 11:4 (3:3 / 2:0 / 6:1)
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Zum Topspiel in der ersten Division der EHHL kam es am gestrigen Freitag in Moers zwischen dem Tabellenersten Eisbären Wesel und dem direkten Verfolger Phoenix Duisburg.
Beide Mannschaften waren bis dato verlustpunktfrei und hatten sämtliche Spiele gewonnen – die Voraussetzungen für ein hochklassiges Duell waren also gegeben.
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Duisburg begann druckvoll und setzte direkt ein Ausrufezeichen.
Gleich mit dem ersten Angriff durchbrach einer der pfeilschnellen Stürmer der Gastgeber die Defensive der Weseler und lief allein auf das Tor zu.
Nur durch ein Foulspiel konnte er am Abschluss gehindert werden – die logische Konsequenz: Penalty.
Duisburg verwandelte sicher zum 1:0 und übernahm zunächst die Spielkontrolle.
Wesel zeigte sich vom frühen Rückstand jedoch unbeeindruckt und fand zunehmend in die Partie.
Es entwickelte sich ein intensives Spiel mit Chancen auf beiden Seiten.
Mit einem sehenswerten Angriff gelang Dominick Spazier nach feiner Einzelaktion der 1:1-Ausgleich.
Doch Duisburg blieb offensiv gefährlich und setzte die Defensive um Goalie Frank Pribil immer wieder unter Druck.
Unachtsamkeiten im Defensivverhalten, insbesondere beim Stören des gegnerischen Spielaufbaus, führten dazu, dass Duisburg auf 3:1 davonzog.
Die Eisbären hielten jedoch an ihrem taktischen Konzept fest, aus einer stabilen Defensive heraus zu agieren.
Kurz vor der ersten Drittelpause verkürzte zunächst David Cornelis auf 2:3 und wenig später gelang Stefan Peisker sogar der Ausgleich zum 3:3 – mit diesem Spielstand ging es in die erste Pause.
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Das zweite Drittel gestaltete sich ausgeglichen.
Beide Teams agierten druckvoll und erspielten sich gute Möglichkeiten, scheiterten jedoch zunächst an den stark aufgelegten Schlussmännern.
Stefan Peisker vergab die große Chance zur Gästeführung.
Nach Foul an Dominick Spazier gab es Penalty für Wesel.
Der Heimtorwart parierte mit einer Glanzparade.
Kurz vor der Sirene nutzte Duisburg eine Unachtsamkeit vor dem Weseler Tor und stellte auf 4:3.
Nur eine Minute später folgte nach einem schnellen Konter der nächste Treffer zum 5:3 – ein empfindlicher Doppelschlag kurz vor der zweiten Pause.
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Trotz des 2-Tore-Rückstandes waren die Eisbären zuversichtlich, das Spiel noch drehen zu können.
Leider konnte man nicht mehr an die gute Leistung aus den beiden vorangegangenen Dritteln anknüpfen.
Mit zunehmender Spieldauer brachen die Eisbären dann deutlich ein.
Der Kräfteverschleiß war unübersehbar, zudem fehlten einige Leistungsträger, wodurch die Kadertiefe merklich litt.
Duisburg erhöhte auf 8:3.
Wesel erspielte sich kaum noch nennenswerte Chancen.
Lediglich Oliver Vollbrecht verkürzte zum Zwischenstand von 4:8.
Duisburg kam noch zu drei weiteren Toren, sodass das letzte Drittel mit 6:1 klar an die Gastgeber ging.
Zahlreiche Nickeligkeiten und Strafzeiten auf beiden Seiten verhinderten zudem einen geordneten Spielfluss, sodass Wesel nie mehr entscheidend zurück ins Spiel fand.
Am Ende setzte sich Duisburg aufgrund der höheren Effizienz und der konsequenteren Chancenverwertung verdient mit 11:4 durch.
Das mit Spannung erwartete Topspiel entwickelte sich somit spätestens im Schlussabschnitt zu einer klaren Angelegenheit zugunsten von Phoenix Duisburg.
Jetzt heißt es Fehler analysieren und sich gut auf die nächste Aufgabe zu fokussieren.
Am kommenden Donnerstag geht es nach Dorsten zur Partie gegen die Schalker Haie.
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Tore / Vorlagen Wesel:
Vollbrecht (1/2), Peisker (1/0), Spazier (1/2), Cornelis (1/0), Thiel (0/1), Glojnaric (0/1), Schlombs (0/1)
