Eisbären Krefeld – Eisbären Wesel 3:5 (1:2 / 0:2 / 2:1)
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Die Eisbären Wesel haben in der EHHL Erste Division ein starkes Ausrufezeichen gesetzt und das Auswärtsspiel bei den Eisbären Krefeld trotz äußerst dünner Personaldecke für sich entschieden.
Mit nur zehn Feldspielern und einem Torhüter reisten die Weseler nach Grefrath, der Spielstätte des Teams aus Krefeld, während die Gastgeber aus dem Vollen schöpfen konnten:
drei komplette Blöcke, zwei Torhüter und damit alles, was das Aufgebot hergab.
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Von Beginn an war klar, dass die Eisbären Wesel ihre Kräfte klug einteilen mussten.
Im ersten Drittel konzentrierte sich das Team auf eine kompakte, gut gestaffelte Defensive und überließ Krefeld weite Strecken das Spiel.
Diese Marschroute zahlte sich früh aus: Bereits in der 4. Spielminute brachte Dominik Spazier die Eisbären mit 1:0 in Führung.
Krefeld lief immer wieder an, fand jedoch kaum Lösungen gegen die diszipliniert stehende Weseler Abwehr.
In der 9. Minute schlug Wesel erneut zu – Nick Glojnaric erhöhte auf 2:0.
Erst als Krefeld das Tempo deutlich anzog, gelang den Hausherren nach 14 Minuten der Anschlusstreffer zum 2:1.
Krefeld nutzte eine kleine Unachtsamkeit in der Defensive.
So ging es auch in die erste Drittelpause.
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Nach der Pause präsentierten sich die Eisbären Wesel überraschend druckvoll.
Mehrfach rollte das Angriffsbollwerk auf das Tor der Heimmannschaft zu, und binnen kurzer Zeit erspielten sich die Gäste eine scheinbar komfortable 4:1-Führung.
Mit diesem Spielstand ging es in die zweite Drittelpause.
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Im Schlussdrittel machte sich dann der Mini-Kader der Weseler bemerkbar.
Jetzt hieß es Kräfte sparen, während Krefeld alles auf eine Karte setzte.
Die Gastgeber erhöhten den Druck massiv und verkürzten innerhalb weniger Minuten auf 3:4.
In dieser kritischen Phase nahmen die Eisbären Wesel eine Auszeit, sammelten noch einmal Energie und stellten sich auf eine intensive Schlussphase ein.
Wesel erspielte sich einige gute Kontermöglichkeiten und hätte das Spiel vorzeitig entscheiden können.
Auch Krefeld hatte noch die ein oder andere hochkarätige Torchance.
Doch die beiden sehr gut agierenden Goalies ließen nichts anbrennen.
Eine Minute vor dem Ende zog Krefeld den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers.
Doch der letzte Trumpf stach nicht: Zwei Sekunden vor der Schlusssirene war es erneut Nick Glojnaric, der seinem Gegenspieler an der blauen Linie den Puck wegspitzelte und mit einem Empty-Net-Goal den viel umjubelten 5:3-Endstand herstellte.
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Der Jubel bei den Eisbären Wesel war entsprechend groß.
Mit diesem Sieg festigt das Team seinen zweiten Tabellenplatz.
Wesel liegt 4 Punkte hinter Tabellenführer Duisburg Phoenix, der allerdings zwei Spiele mehr ausgetragen hat.
In den verbleibenden fünf Spielen fehlt den Eisbären nun nur noch ein weiterer Sieg, um sich mindestens Platz zwei und damit die Playoff-Teilnahme endgültig zu sichern.
Für die Eisbären Krefeld hingegen bedeutet die Niederlage fast das endgültige Aus im Meisterrennen.
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Tore / Vorlagen Wesel:
N. Glojnaric (2/0), D. Spazier (1/0), L. Baldys (1/1), P. Berger (1/0), S. Peisker (0/2),
R. Thiel (0/1), D. Cornelis (0/1), B. Hüsken (0/1), F. Pribil (0/2), H. Schlabes (0/1)
